Besondere Zeiten verlangen besondere Kreativität

Fachpraktische Abschlussprüfung einmal anders

Nicht nur dass die Abschlussprüfung im Service- und Küchenmanagement heuer im 8. Semester (Sommersemester) stattfand, sondern wie üblich im 7. Semester des Bachelorstudiums Fachbereich Ernährung, auch die Präsenzlehrveranstaltungen vor den Prüfungen fanden im Distance Learning in den eigenen Küchen der Studierenden statt.

Trotzdem konnten die Prüfungen am 1. und 2. Juni 2021 in der neuen Lehrküche der Pädagogischen Hochschule Wien und in den Serviceräumen prüfungskonform erfolgen. Unter strengen COVID19 Regelungen konnten die Prüfungen in einer etwas anderen Form als üblich stattfinden. Leider durften heuer keine Gäste an der PH Wien begrüßt werden und Commis aus den unteren Semestern konnten den Studierenden auch nicht behilflich sein.

Kreativität ist Intelligenz, die Spaß macht.

Albert Einstein

Jedes Menü der Studierenden stand unter einem anderen Themenschwerpunkt:

  • Wild Menü
  • Nordische Küche
  • Bauernkammer Österreich
  • Österreich trifft Internationalität
  • Frühlingsgefühle
  • Feines aus Süß- und Salzwasser
  • Uhudler Menü
  • Österreich und der Blick über den Tellerrand
  • Klassiker
  • Alles Schokolade

Im Service könnte nur ein Teilbereich geprüft werden, dafür stand der Stationenbetrieb mit den Arbeiten am Tisch des Gastes, Spezialgedecke, Kaffee, die Bar und das Fachgebiet der Getränkekunde sowohl fachtheoretisch als auch fachpraktisch in einem ganz besonderen Fokus.

Die Studierenden haben ausgezeichnete Leistungen erbracht.

Auf diesem Weg wünschen wir den Studierenden alles Gute!

Bildquelle: Birgit Haslinger

…….und jene Schulen, die die Studierenden nächstes Schuljahr als ihre Kolleginnen und Kollegen begrüßen dürfen, können sich glücklich schätzen! Viel Erfolg

Prüferin in Küchenmanagement: Birgit Haslinger

Prüfer*innen in Servicemanagement: Florian Grasmuk, Petra Pahr-Gold, Brigitte Mutz

Innovative Lernformen

Gamification, Gather Town und H5P – Drei Erfahrungsberichte von Studierenden des Fachbereichs Ernährung in der Lehrveranstaltung Innovative Lernformen bei Petra Pahr-Gold und Brigitte Mutz

Gamification – Spielend leicht lernen lautet die Devise, doch ist das wirklich möglich?

Bildquelle: © Trueffelpix/Fotolia.de

Ein Bericht von Hannah Höfle und Philipp Prokopp

Gamifications wie Classcraft, Gathertown und co sind nicht nur wegen dem Onlineunterricht im Trend. Gamification benutzt Elemente von Spielen wie Spielprinzipien oder Spieldesigns, um bestimmte Lernziele zu erreichen.

Warum den Spaß stoppen bei folgenden Stärken:

Viele Lehrpersonen setzten bereits auf Spiele im Unterricht, wenn auch nicht in elektronischer Version. Aber hierdurch kann auf Vorwissen aufgebaut werden.
Da Spiele mehrere Sinne ansprechen können mehrere Lerntypen angesprochen werden. Des Weiteren kann der Spieltrieb für erhöhten Ehrgeiz ausgenutzt werden. Bei Gamifications sind Kinder öfters konzentrierter, sowie in ihrer eigenen Welt, dadurch vergessen sie die Zeit und merken nicht wie lange sie schon lernen. Durch verstärkte Motivation und Freude bei der Sache steigt auch die Ausdauer signifikant. Zudem ist es eine willkommene Abwechslung.
Überdies können Lernerfolge sichtbar, sowie sofort Feedback (z.B. Ranking) bereitgestellt werden, ohne das es Schüler*innen schlimm aufnehmen, da keine/r „Bloßgestellt“ wird. Ferner trauen sich die meisten Menschen in Spielen mehr zu wagen, weil sie „nicht als sie selber hineingehen“, sondern als eine Person (durch einen Avatar), die alles schaffen kann. Wurde der Gegner nicht besiegt, so verspüren viele den Anreiz es erneut versuchen zu wollen und aus den Fehlern zu lernen. Zudem besteht ständig ein Ziel vor Augen, auch wenn es nur ein Zwischenziel ist.

Eine Möglichkeit-mehr Möglichkeiten-Gamification:

Gamification kann genauso vielseitig verwendet werden, wie die Themengebiete, die es gibt. Auch die Methodenvielfalt ist fast unbegrenzt und jetzt soll einer sagen, dass dies langweilig klingt. Außerdem helfen kooperative Gamifications den Klassenzusammenhalt zu stärken. Den Schüler*innen können neue Wege zur Bewältigung von Aufgaben aufgezeigt werden, deren Lösung sie sich sonst nicht zutrauen würden.

Nachteile, Schwächen und Gefahren von Gamification:

Bei der Anwendung von Gamification müssen allerdings einige Punkte beachtet werden. Beim Spielen gilt es die richtigen Zielgruppen zu beachten: Alter, Geschlecht, Spielertypen sind nur einige Kriterien, die bei der Auswahl und der Anwendungsart eine Rolle spielen.

Die größte „Gefahr“ von Gamification ist, dass das Lernen in den Hintergrund verdrängt wird und das Spielen eine zentrale Rolle einnimmt. Das Spielen soll immer das Lernen unterstützen und erleichtern und nicht den eigentlichen Inhalt zur Nebensache machen.

Richtig angewendet, kann Gamification einen wichtigen Beitrag beim Lernen leisten. In Zukunft wird dieses Thema eine immer größere Rolle spielen. Wichtig dabei wird es sein, dass die neuen didaktischen Möglichkeiten auf eine adäquate Forschungsgrundlage aufbauen.

Gamification -GatherTown

Videokonferenz mal anders – mittels Gamification. Bericht von Anna Fleischhacker und Anna Kirnbauer

Bildquelle: virtuelle Welt in gathertown.com

Doch was bedeutet dieser neuartige Begriff „Gamification“ eigentlich? Der Begriff ist die Übertragung von spieltypischen Elementen und Vorgängen in spielfremde Zusammenhänge mit dem Ziel der Verhaltensänderung und Motivationssteigerung bei Anwenderinnen und Anwendern. Das bedeutet Schülerinnen und Schüler sollen motiviert werden, Input spielerisch in verschiedensten Online-Portalen zu erlernen. Eines dieser Tools ist Gather Town.

Gather Town

Avatare aus gathertown.com

Das spielerische Online-Meeting – in Gather Town kann man eigene individuelle Räume und Welten für Schülerinnen und Schüler, für Konferenzen, Tagungen oder Work Shops erstellen.

Die Bereiche können spezifisch und unterschiedlich auf die Benutzerinnen und Benutzer angepasst werden. Die Lehrpersonen können Klassenzimmer, Pausenräume, Entspannungsareas, Naturbereiche oder eine ganze Schule konfigurieren.

In Gather Town können Arbeitsaufträge verankert werden, diese werden entweder auf Tischen, Tafeln oder durch andere Symbole angebracht. Zusätzlich ist es auch möglich Spiele und Entspannungsarbeiten wie Tetris oder Hörbücher in die erstellte Welt zu integrierten. Die Schülerinnen und Schüler beziehungswiese die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können selbstständig allein oder gemeinsam im Team arbeiten. Die Erstellerinnen und Ersteller der Welt können problemlos von Tisch zu Tisch gehen und bei auftretenden Fragen direkt helfen. Das Programm bietet verschiedenste Möglichkeiten, von Videos verankern, oder Arbeitsblätter einfügen bis hin zur Nutzung von Onlinetools wie Padlet oder Learning Apps. Die Welten können auch nachträglich bearbeitet oder ergänzt werden.

How to Gather Town

Lehrpersonen oder Konferenzleiterinnen und -leiter registrieren sich im Portal, erstellen einen Avatar und eine Welt und hinterlegen die entsprechenden Materialien und Arbeitsaufträge.

Anschließend müssen sich die Schülerinnen und Schüler oder die Konferenzteilnehmer einloggen und ebenfalls einen individuellen Avatar mit einem Namen anfertigen. Die Avatare können individuell mit unterschiedlichen Hautfarben, Frisuren, Haarfarben und Kleidungen gestaltet werden. Mit den eigen erstellten Avataren können zeitgleich 25 Teilnehmer*innen im Programm agieren und zwischen den Welten oder Räumen hin und her gehen.

Gather Town ein neues Tool um in Zeiten wie diesen, bei home schooling und distance learning oder Konferenzen spannend zu gestalten!

H5P- Anwendungsmöglichkeiten

Digitalisierung ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. H5P bietet Möglichkeiten, um Digitalisierung auch im Unterricht einzubinden. Schüler:innenzentriertes Lernen ist das Ziel von innovativen Lernformen. Doch was kann H5P? Ein Bericht von Lisa Ehardt und Katharina Siegl

Bildquelle: https://bit.ly/3f6kJQF


H5P ist ein hochwertiges Web-Tool mit dem verschiedene interaktive Lerninhalte erstellt werden können. Diese Inhalte lassen sich zum Beispiel in einen Moodle-Kurs einbinden. Sie sind auch auf allen mobilen Geräten abrufbar. Mit H5P treten Nutzende in Interaktion, statt sie einseitig zu konsumieren.

Beispiele für Aufgabentypen:

o Lückentexte
o Drag and Drop
o interaktive Videos
o Quiz
o Diktat
o Drag the words
o find the words
o image hotspots
o oder Online-Memory

Bildquelle: https://bit.ly/340D4YV bearbeitet mit H5P

Die verschiedenen Inhaltstypen sind miteinander kombinierbar, sodass vielfältige Lehr- und Lerninhalte entstehen. Inhalte werden direkt auf der H5P-Website erstellt und anschließend über einen Code in den Quelltext eingefügt werden. Alternativ lässt sich H5P auch als Plugin in Moodle integrieren. Einmal erstellte H5P-Inhalte können heruntergeladen und auf Wunsch weiterbearbeitet werden. Es sind keine Programmier- oder Technik-Kenntnisse
erforderlich. Entwickelt wurde H5P in Norwegen und wird getragen vom Gedanken der „Open Educational Resources“. Das Projekt setzt auf nutzerfreundliche Standards, wodurch Nutzenden das Erstellen, Teilen und Verändern von Inhalten erleichtert wird.

Bildquelle: https://bit.ly/3ytjGBZ

Was sind die Vorteile von H5P für die Schule?

Schüler*innenzentriertes Arbeiten wird durch H5P ermöglicht. Außerdem zielt H5P auf selbstgesteuertes Üben ab. Durch die verschiedenen Aufgabentypen kann themenvertiefend gelernt und geübt werden. Dabei kann eine individuelle Förderung stattfinden. Das inklusive Lernen umfasst das individuelle und eigenständige Arbeiten. Das Gute an H5P ist die benutzerfreundliche Art und dies ist für dein Einsatz in der Schule und die Arbeit mit den Schüler*innen essenziell.

Welche Nachteile gibt es von H5P?

Leider kann H5P nur mit aktiver Internetverbindung genutzt werden. Beim Erstellen gibt es oft Schwierigkeiten aus dem Meer aus Möglichkeiten passende Aufgabentypen zu finden. Die digitale Kompetenz der Lehrkraft spielt dabei eine große Rolle.

Quellen: https://edulabs.de/blog/H5P-im-Unterricht-Erfahrungen-Ideen

IBB proudly presents: Küchenmanagement im distance learning

Filmsequenzen aus dem distance learning direkt vom Herd

Das Video stellt eine Zusammenfassung der erbrachten Leistungen im Wintersemester 2020/21 dar. Der Unterricht fand im distance learning statt und gibt einen Einblick in die erschwerte, aber sehr kreative Arbeit.

Auf Grund der vielen eingesandten Sequenzen konnte der Vortragende Alexander Neuherz nicht alles einbauen, sonst hätte das Video die Länge eines Spielfilmes gehabt.

Viel Vergnügen bei den folgenden E-learning Sequenzen:

Video: CC BY SA Alexander Neuherz mit Mitwirkung der Studierenden Lisa Ehardt, Karin Gschwandtl, Anna-Maria Fleischhacker, Theresa Heidl, Hannah Höfle, Anna Kirnbauer, Philipp Prokopp, Sebastian Refenner, Katharina Siegl und Felix Straub

Interesse an einem Lehramts-Bachelorstudium Fachbereich Ernährung an einer berufsbildenden mittleren und höheren Schule, dann melden Sie sich gleich an unter http://bit.ly/BAC-Ernährung

Start: Wintersemester 2021/22

Ein Striezel für Ostern

Die Studierenden der Berufsbildung des Fachbereichs Ernährung haben Ostergebäck aus Briocheteig hergestellt.
Die schönsten Produkte sind hier abgebildet.

Rezept zum Nachbacken:
250g Milch (lauwarm), 2 Eier, 1 Würfel Germ, 100g Zucker, 7g Salz, 625g Weizenmehl, 100g Butter (zimmerwarm), Hagelzucker

Zubereitung:

  • Die Milch und ein Ei in die Schüssel geben, anschließend noch Mehl, Zucker, Salz, Germ und zimmerwarme Butter dazugeben und zu einem feinen, glatten Teig verarbeiten
  • Den Teig ungefähr 30 Minuten rasten lassen
  • Den Teig in 4 Teile teilen und jedes Teil zu einem Strang weiterverarbeiten: Alle Stränge sollten gleich lang sein
  • Den fertig geflochtenen Zopf mit einem verquirltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen
  • Noch einmal 10 Minuten rasten lassen und bei 170°C Heißluft ca. 30 Minuten backen

Video CC BY SA Brigitte Mutz unter Mitwirkung der Studierenden Mikula, Selzer und Wochner

Lass es dir schmecken!


Striezel flechten

CC BY SA Brigitte Mutz

#PHWien #PHWien10 #stayhome #Ostern #Ostern2021 #Osternzuhause #homeostern #Briochestriezel

Hurra! Wir sind wieder in der Schulpraxis

Die Studierenden des Bachelorstudiums Sekundarstufe Berufsbildung Fachbereich Ernährung sind wieder an den HUM Schulen im Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler sind im Schichtbetrieb in der Klasse und die Studierenden dürfen unter strengsten Covid Auflagen sowohl hospitieren als auch die Lehrübungen absolvieren. Sowohl die Motivation der Studierenden als auch der Schülerinnen und Schüler ist unglaublich hoch.

Die Bereitschaft der Schulen, dass die Studierenden die Stunden absolvieren können, ist zuvorkommend und sehr kooperativ, wir fühlen uns als Gäste sehr willkommen. Für die Studierenden ist es eine große Chance und Erfahrung nach einer langen Pause im distance learning wieder in den Klassen zu unterrichten.

Folgende Schulen werden besucht:

  • HLMW9 Michelbeuern
  • HLW10 Reumannplatz
  • FS12 Dörfelstraße
  • HLW19 Straßergasse

Hier ein paar Eindrücke aus der Schulpraxis:

Video: CC BY SA Brigitte Mutz mit Mitwirkung der Studierenden Boles, Jaczun, Mikula, Pleifer, Selzer, Sturl-Humpl, Wiesinger und Wimmer
Video: CC BY SA Brigitte Mutz mit Mitwirkung der Studierenden Boles und Wimmer

#HLMW9 #HLW10 #HLW19 #FS12

BeSt Digital 2021 und Digitaler Infotag 2021

Das Institut für Berufsbildung (IBB) der PH Wien bildet erfolgreich Lehrkräfte für berufsbildende mittlere und höhere Schulen in folgenden Fachbereichen aus:

  • Ernährung
    (für Küche, Service, Lebensmittel)
  • Information und Kommunikation (Angewandte Digitalisierung)
    (für Informatik, Office, Publishing)
  • Mode und Design
    (für Produktgestaltung, Verarbeitungstechnik)

Für diese Anfang Oktober 2021 startenden Bachelor-Lehramtsstudien gibt es noch freie Studienplätze.

Sie können sich zu folgenden Terminen informieren und beraten lassen:

BeSt³ digital – Do. 04.03.2021 bis So. 07.03.2021 (09:00 bis 17:00 Uhr)

https://bestinfo.at/de/aussteller-detail.html?paedagogische-hochschule-wien

PH-Wien-Infotag digital – Do. 18.03.2021 (09:00 bis 17:00 Uhr)

https://www.phwien.ac.at/

Image-Videos:

Lassen Sie sich zu folgenden Bachelorstudien inspirieren:

Ernährung:

Video zum Bachelorstudium „Fachbereich Ernährung“ der Hochschulvertretung der Pädagogischen Hochschule Wien (erstellt von Julia Valenta – Studierende des Bachelorstudiums Information und Kommunikation- Angewandte Digitalisierung)

Information und Kommunikation (Angewandte Digitalisierung): 

Video zum Bachelorstudium „Fachbereich Information und Kommunikation-Angewandte Digitalisierung“ der Hochschulvertretung der Pädagogischen Hochschule Wien (erstellt von Julia Valenta – Studierende des Bachelorstudiums Information und Kommunikation- Angewandte Digitalisierung)

Mode und Design:

Video zum Bachelorstudium „Fachbereich Mode und Design“ der Hochschulvertretung der Pädagogischen Hochschule Wien (erstellt von Julia Valenta – Studierende des Bachelorstudiums Information und Kommunikation- Angewandte Digitalisierung)

Wir sehen uns hoffentlich bei einem dieser Termine!

Gestaltung von Erklärvideos und Flyer

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Lebensmitteltechnologie und Verbraucherbildung (Bachelorstudium Sekundarstufe Berufsbildung Fachbereich Ernährung) entstehen unter Anleitung der Vortragenden Mag. Sigrid Küstler Erklärvideos, Infografiken und Flyer zum Thema Teige.

Hier sind einige Arbeiten aus der Lehrveranstaltung abgebildet.

Die Studentin Katharina Siegl hat ein Erklärvideo zum Thema Zucker erstellt:

https://drive.google.com/file/d/1jVTkWQJvKzrBl2fiFSdYKktFqKNmFhtm/view?usp=sharing

Bildquelle CC BY Katharina Siegl
Bildquelle CC BY Katharina Siegl

Praxis, Praxis, Praxis

Foto von Elle Hughes von Pexels

Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist, wird das Leben zur Freude


Ganz nach diesem Motto stellte das 5. Semester der Berufsbildung Fachbereich Ernährung, im Zuge der Lehrveranstaltung Berufspraktikum, einige ihrer bisher absolvierten Praxisbetriebe vor.

Aufgrund von Corona fanden die überaus gut besuchten Präsentationen erstmals über ein virtuelles Zoom-Treffen statt. Den Einblick in die Welt der nationalen und internationalen Gastronomie reizten nicht nur Kolleginnen und Kollegen des selben Fachbereiches, sondern auch zahlreiche Vor-tragende der PH-Wien und einige Studentinnen und Studenten aus anderen Bachelorstudien.

Vom Luxushotel „Schloss Fuschl“, über zypriotische Restaurants und Hotels bis hin zu bodenständigen Gasthäusern wie den „Bachlerhof“, modernen Heurigen im Tullnerfeld und sogar Fleischerei und Bäckereibetrieben, konnten sich die Teilnehmer*innen sehr breitgefächert informieren und auch Anregungen für ihre eigene Berufspraxis holen.

Die vortragenden Studentinnen und Studenten gingen jedoch in ihren Präsentationen nicht nur auf die Fakten des Betriebes ein, sondern berichteten auch über persönliche Erfahrungen und teilten objektiv die Vor- und Nachteile der jeweiligen Betriebe beziehungsweise Arbeits-bedingungen mit. Dies wurde von den Besuchern sehr geschätzt – ein neuer Einblick, die Sicht aus einem anderen Blickwinkel!

Nach den Vorstellungsrunden der jeweiligen Betriebe stellten sich die Studierenden des 5. Semesters in Breakout-Sessions für offene Fragen zur Verfügung. Auch dieses Angebot wurde reichlich in Anspruch genommen.

Nach einer intensiven Planungs- und Vorbereitungsphase freute sich das 5. Semester des Fachbereichs Ernährung und die Lehrbeauftragte Frau Dipl.-Päd. Petra Pahr-Gold, BEd MA unter der Leitung von Frau Prof. Dipl.-Päd. Brigitte MUTZ, BEd MA über die zahlreiche Teilnahme, den Erfolg der gelungenen Präsentationen und vor allem über die positiven und wert-schätzenden Rückmeldungen.

Autoren: Moritz Pleifer und Lukas Wiesinger
(Stellvertretend EP5, Fachbereich Ernährung)

Links zu den Betrieben:

  • https://www.marriott.com/hotels/travel/szgjs-sheraton-fuschlsee-salzburg-hotel-jagdhof/
  • https://www.tintorosso.at/
  • http://www.restaurantjohann.at/
  • https://www.dasfritz.at/
  • https://www.mottoamfluss.at/
  • https://tuttendoerfl.com/
  • https://www.bachlerhof.at/
  • https://www.musser.at/
  • https://thekingjasonpaphos.com/
  • http://www.mythos-restaurant.at/

Zöpfchenpolitik in der Schule?

Noch vor der Covid-19 Pandemie gab es große Aufruhr bezüglich der Freitags-Demonstrationen. Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit dem Ziel die Politik in Bezug auf den Klimawandel endlich wachzurütteln und Maßnahmen für den Umweltschutz zu setzten. Ein Bericht von Katharina Siegl, Studierende im dritten Semester des Fachbereichs Ernährung am Institut Berufsbildung zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit im Rahmen der Lehrveranstaltung Fachdidaktik Betriebsmanagement.

Bild von NiklasPntk auf Pixabay

Der Name Greta Thunberg und die Person, die dahinter steckt, führt die Bewegung „Fridays for future“ und deren Schulstreiks an. Die von den Politikern gern genannte „Zöpfchen“ Greta ist nun weltberühmt und erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Schülerinnen und Schüler unterstützen diese Bewegung und somit muss in der Schule Aufklärung über den Klimawandel und Umweltschutz stattfinden!

Wie hängt nun die Ernährung mit dem Umweltschutz zusammen?

Ernährung beeinflusst in vielerlei Hinsicht den Klimawandel. In der Schule muss diesbezüglich Bewusstseinsschaffung stattfinden. Umweltbildung beschäftigt sich mit der Beziehung Mensch und Umwelt. Den Schülerinnen und Schülern muss bewusst gemacht werden, dass jede Plastikflasche,
welche sie sich tagtäglich vom Getränkeautomaten runterlassen, eine
Belastung für die Umwelt ist. Die einfachste Lösung für dieses konkrete Problem, ist die Mitnahme von Getränken in Mehrweg-Glasflaschen von zuhause. Einfache Lösungsfindungen, wie diese, können in der Schule erreicht werden. Ein weiterer Aspekt, welcher im Unterricht behandelt werden muss, ist der Fleischkonsum und der damit verbundene CO2 Ausstoß und die Methangas-Belastung. Der ökologische Fußabdruck,
welcher angibt, wieviel natürliche Ressourcen ein Mensch zum Leben braucht ist stark von der individuellen Ernährung und dem Essverhalten des Menschen abhängig. Auch die Bedeutung von Regionalität und Saisonalität ist dabei essentiell. Nachhaltigkeit hängt viel mit der eigenen Einstellung zusammen. Ist es notwendig jeden Tag Avocado aus Übersee zu
frühstücken und Chiasamen in rauen Mengen zu konsumieren?

Das Ziel der Nachhaltigkeit ist es die Bedürfnisse der gegenwärtigen Zukunft zu befriedigen, ohne die Bedürfnisse der zukünftigen
Generation zu gefährden.

Nachhaltigkeit beruht auf dem magischen Dreieck, welches aus der Ökologie, dem Sozialen und der Wirtschaft besteht. Diese drei Komponenten müssen zusammenarbeiten, um Nachhaltigkeit zu erhalten beziehungsweise zu fördern. Die Ressourcen der Erde werden immer noch zu stark in Anspruch genommen und die Luft immer noch zu stark mit Schadstoffen belastet, dies führt auch auf die wachsende Bevölkerung zurück.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Des weiteren gibt es 17 „global goals“, welche das Ziel verfolgen bis 2030 eine bessere Welt für Tier, Mensch und Umwelt zu schaffen. Dabei werden auch die Aspekte Armut, soziale Ungleichheiten, Bildung und die Regierungen beleuchtet.

Die Konzentrationen der wichtigsten langlebigen Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas steigen unterdessen an.
Die Konzentration von CO2 stieg seit Beginn der Industrialisierung um 44 % auf rund 410 ppm, den höchsten Wert seit mindestens 800.000 Jahren. Ziel ist es also hierbei, die Treibhausgase zu minimieren, denn die Folgen der Erderwärmung sind, dass Polkappen schmelzen, Wetterextreme zunehmen, der Meeresspiegel steigt und Pflanzen nicht mehr in ihren eigenen Herkunftsregionen wachsen.

Ernährung nachhaltig gestalten

Um die Ernährung nachhaltiger zu gestalten gibt es folgende einfache Tipps zur Umsetzung eines nachhaltigen Ernährungsstil:
• regionale Bauern fördern
• biologische Landwirte unterstützen
• auf saisonale Lebensmittel setzten
• Lebensmittel selbst anbauen
• Unverpackte Lebensmittel verwenden
• Tierische Produkte verringern und pflanzliche bevorzugen
• Fairtrade Produkte kaufen
• mit Wasser sparsam umgehen

Zum Schutz der Umwelt ist es ganz wichtig, die Menge an Müll, die täglich produziert wird, drastisch zu reduzieren. Nachhaltigkeit fängt zuhause an, deshalb im Folgenden ein paar Hinweise, um den persönlichen Müllberg zu verringern:

  • Unverpackte Lebensmittel kaufen
  • Selber Obst und Gemüse anbauen
  • mit einer Einkaufsliste und einer Einkaufstasche einkaufen gehen
  • auf die Mülltrennung achten
  • Wiederverwendbare Verpackung nutzten, in Form von Glas oder Metall

Der ökologische Ernährungskreis zeigt die Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung und konkrete Beispiele für eine
saisonale Lebensmittelauswahl. Berücksichtigt werden auch die Aspekte
Regionalität, BIO, Fairer Handel, Transportwege und alternative Produkte.
Es gibt zahlreiche Ansätze für nachhaltiges Handeln, doch wenn die Schülerinnen und Schüler Nachhaltigkeit lernen und umsetzten sollen, dass muss die Schule mit der Lehrerschaft ein Vorbild sein und nachhaltige Ziele setzten und dieses auch realisieren. Einige Beispiele für eine nachhaltige Schule sind die Verwendung von Recyclingpapier, die achtsame Mülltrennung, das Anbieten von biologischen Speisen in der Kantine und ein Umweltsprecher.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“

Mahatma Ghandi

Autorin: Katharina Siegl, E3 Fachbereich Ernährung

No future without sustainability

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Fachdidaktik Betriebsmanagement 2 des Fachbereichs Ernährung befassten sich die Studierenden mit Themengebieten wie Nachhaltigkeit, Global Goals und Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung, welche auch in den Lehrplänen an BMHS verankert sind.

Bildquelle: Pixabay

Dieser Artikel befasst sich mit dem Begriff Nachhaltigkeit in Bezug zum Fachbereich Betriebsmanagement. Wie können Lernende die Thematik der Nachhaltigkeit realitätsnahe und bewusstseinsbildend im Unterricht erarbeiten?

Nachhaltigkeit ist in der Bevölkerung durchaus etabliert, da seine Wurzeln schon bis ins 15. Jahrhundert zurück gehen Hier wurde Nachhaltigkeit folgendermaßen erklärt: „längere Zeit anhaltende Wirkung.“ Auch Sustainability aus dem Englischen ist 1970 aufgrund der Ökologiebewegung entstanden.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Blicken wir auf die letzten Generationen zurück, die auf ihren eigenen Felder und Wiesen Lebensmittel erzeugt haben. Mit viel Handarbeit, Fleiß und Weitergabe von überlebens notwendigem Wissen, konnten unsere Vorfahren die Ressourcen der Erde nutzen, ohne sie auszubeuten, sodass die nächste Generation genau so gut von dem Stück Land leben konnte. Das war ihr Ziel! Heute, in unserer schnelllebigen und modernen Zeit, achten nur wenige Menschen auf die Umwelt und das zum Leid unseres Ökosystems. Doch wir können alle einen individuellen Beitrag leisten, damit unsere Welt auch noch für die nachfolgende Bevölkerung lebenswert bleibt. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, dass sich jeder Mensch dessen bewusst wird und einen nachhaltigen Lebensstil verfolgt. Hier spielen Faktoren wie die Verringerung der CO2 – Produktion, die effizierte Energieversorgung und der daraus entstehende Erhalt der natürlichen Ressourcen eine große Rolle.

Bildquelle: pixabay

Das alltägliche Leben nachhaltig gestalten!

Jeden Tag können bzw. müssen wir aufs Neue unser Bestes für unsere Mitmenschen und unseren Planeten geben. Durch unsere Einstellungen und die daraus folgenden Handlungen, können wir einen großen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten.
Wird der Fokus auf die Ernährung gelegt, so ist es wesentlich, saisonale und regionale Produkte zu kaufen. Der beste Weg ist hier, wenn das Schnitzerl vom Bio-Bauern nebenan kommt. Die biologische Wirtschaftsweise legt den Fokus auf die Kreislaufwirtschaft, die Langlebigkeit der Tiere und die überaus tierwohlgerechte Haltung unserer Nutztiere. Aus diesen Gründen und noch weiteren, trägt der Konsum von biologischen Lebensmitteln zu einer zukunftsfähigen Welt bei. Weiters wird bei der Herstellung von pflanzlichen Lebensmitteln ein geringerer Anteil der Ressourcen verbraucht als bei tierischen Produkten. Hier darf aber nicht vergessen werden, dass nur mit dem Wirtschaftsdünger der Tiere eine Kreislaufwirtschaft am Feld möglich ist! Deshalb sollten wir den Fleischkonsum reduzieren und wenn, dann die regionalen Landwirt*innen unterstützen.
Ein weiterer Aspekt ist die Abfallentsorgung. Es muss darauf geachtet werden, so wenig Lebensmitteln zu verschwenden, Essensreste zu verwerten und Plastik aller Art zu reduzieren. Auch die Energieversorgung soll effizient und optimal ausgenutzt werden. Am Besten ist hier die Nutzung von Ökostrom und nach Möglichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem soll auch auf einen geringen Wasserverbrauch geachtet werden.

Ideen für die Umsetzung im Unterricht

Bildquelle: pixabay

Im Fachbereich Betriebsmanagement können optimal Exkursionen in Vorzeigehotels und Restaurants, welche Nachhaltigkeit in all ihren Bereichen und Abteilungen leben, durchgeführt werden. Durch verschiedene Aufgabenstellungen für Lernende und facettenreiche Einblicke in unterschiedlichen Betriebszweige der Unternehmen können Schüler*innen bleibende Eindrücke bekommen. Durch selbst organisierte Schulveranstaltungen, wie zum Beispiel ein Kochwettbewerb zum Thema: „Eine kulinarische Reise im Fokus der Nachhaltigkeit“ können Lernende selbst den Lebensmitteleinkauf, die Rezeptauswahl und weitere Aspekte bestimmen und so individuelle Erfahrungen sammeln.

Weiters können die Schüler*innen durch Videos, Bilder oder Vorträgen über die derzeitige Umweltzerstörung emotional in das Thema

miteingebunden werden. Im anschließenden Unterrichtsverlauf können die Lernende durch Gruppenarbeiten Ideen und Maßnahmen für ihre eigenes Leben sammeln oder auch einen Pop-up-Store im Sinne der Nachhaltigkeit entwickeln.

Auch Projekte zum Thema Nachhaltigkeit können im Fach Betriebsorganisation umgesetzt werden. Es können Schüler*innen einen Filmeabend zum Thema, mit einem themenspezifischen Film, wie zum Beispiel „Die Grüne Lüge“ auswählen, Experten einladen und eine Podiumsdiskussion gestalten. Natürlich findet im zum Ausklang eine Verköstigung mit Beachtung der Nachhaltigkeitsaspekte statt.

Ziel für Lernende

Das Ziel sollte immer sein, dass die Lernenden einen persönlichen Bezug zum Thema erhalten. Eine optimale Zielerreichung wäre, wenn die Schüler*innen nach der Exkursion, der Einheit oder dem Projekt von sich aus, ihr Leben nachhaltig gestalten und vielleicht auch andere Menschen in ihrer Umgebung positiv beeinflussen. Denn nur so können wir unsere Welt auch für die nächste Generation erhalten und weitere Umweltzerstörungen vermeiden.

Quelle: https://www.wir-leben-nachhaltig.at/aktuell/detailansicht/nachhaltigkeit/

Autorin: Theresa Heidl

Bildquellen: pixabay

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